Western Australia
Anzeigen
Insidertip

Kostenfreie Beratung

durch die offizielle Vertretung australischer Schulen

Anzeigen

Western Australia

Der größte Staat Australiens ist Western Australia, der sich fast über den gesamten Westen erstreckt und mit einer Fläche von 2.529.880 km² gleich sieben Mal so groß ist wie Deutschland. Von Norden nach Süden locken das vielgestaltige Kimberleyplateau mit den Bungle Bungles, die Große Sandwüste, das Gebirge Hamersley Range, der westliche Teil der Großen Victoriawüste und die Nullarbor-Wüste jährlich zahlreiche Besucher an, denn die unberührte und vielfältige Natur ist besonders in Westaustralien sehr einzigartig und sehenswert.

Die Westküste wurde bereits 1616 wurde entdeckt. Da man mit den Aboriginies aber keinen Handel treiben konnte, verlor man recht schnell das Interesse an dem Gebiet. Erst 1829 gründeten dann Captain Charles Fremantle und später auch Captain James Stirling an der Flussmündung die Swan River Kolonie. Benannt wurde die Kolonie nach den zahlreichen schwarzen Schwänen auf dem Fluss.

Die Aboriginies, die Ureinwohner, wurden dabei verdrängt. Bald war an der Flussmündung der Hafen Fremantle entstanden, 20 Kilometer flussaufwärts, soweit man mit den Schiffen kam, gab es den „Wohnort“ Perth und Guildford diente als Tor zum Swan Valley und sollte so die Versorgung sicherstellen. Anders als in den meisten anderen Bundesstaaten, waren die ersten Siedler Westaustraliens keine Strafgefangenen.

Schließlich gab es aber einen Mangel an Arbeitskräften und so wurden dann doch etwa 10.000 Sträflinge für den Aufbau der Kolonie in Westaustralien eingesetzt.

 
 

Bei seiner Größe ist der Staat äußerst dünn besiedelt. Von den zwei Millionen Einwohnern leben allein 1,4 Millionen in der Hauptstadt Perth und dem benachbarten Freemantle an der Südwestküste.

Der größte Teil der restlichen Bevölkerung konzentriert sich auf das Gebiet um die Südwestspitze Australiens.

Während im Süden ein warmgemäßigtes Winterregenklima herrscht, geht es im Norden immer weiter auf tropisch-heißes Monsunklima mit starken Niederschlägen und drückender Luftfeuchtigkeit zu. Im Landesinnern sind auch Temperaturen deutlich über 40°C üblich.

Viele Gebiete sind klimabedingt deshalb nur als Weideland für Schafe nutzbar. Außerdem konzentriert man sich auf die Rinder- und Schweinehaltung. Auch der Anbau von Obst, Getreide, Kartoffeln und Wein spielt eine wirtschaftliche Rolle.
Der Hauptwirtschaftszweig ist allerdings der Bergbau. Über 90 % der australischen Erzförderung stammt aus Westaustralien.

Dazu gehören Eisenerz, Uran-, Nickel-, Zinnerz und Gold. Als Energierohstoffe kommen Steinkohle, Erdöl und Erdgas vor. Die Edelsteingewinnung bringt hauptsächlich Diamanten zu Tage.

Die verarbeitende Industrie ist um Perth angesiedelt.

 
 

Perth genießt ein angenehmes Mittelmeerklima und hat mit acht Stunden Sonnenscheindauer pro Tag mehr als jede andere australische Stadt. Die Sommer hier sind sehr heiß und die Winter recht mild. Doch nicht nur wegen dem sonnigen Klima lohnt sich ein Besuch. Mitten durch die Stadt fließt der Swan River, es gibt viele Parks, Museen und Geschäfte und die Atmosphäre ist angenehm locker und entspannt. Außerdem profitiert Perth von der schönen Umgebung, in der sich viele Strände und Weinberge befinden.

Etwas südlich von Perth bietet Peel das Paradies für Wasserratten. Ob nun zum Angeln, Kanufahren oder zum Wildwasser-Rafting über die vielen Flüsse oder mit dem Hausboot das Peel Inlet und den Murray River erkunden – alles ist möglich. An Land kann man in den großen Wäldern einen der längsten Wanderwege der Welt, den Bibbulmun Track laufen.

Aus der Region Heartland stammen zwei Drittel der westaustralischen Weizenproduktion. Neben den riesigen Weizenfeldern besticht das Heartland außerdem durch bizarre Felsformationen. Sehenswert ist zum Beispiel der fünfzehn Meter hohe Granitfelsen „Wave Rock“, der eben wie eine versteinerte Welle aussieht. Nördlich von Perth im Nambung Nationalpark geben die Pinnacles, freistehende Kalksäulen, ein interessantes Bild ab.

Wer gerne durch den Bush wandert, ist in der südwestlichen Region rund um die zweitgrößte Stadt Bunbury gut aufgehoben. Riesige Karri-Wälder mit bis zu 80m hohen Karri-Bäumen laden zum Beispiel zum „Tree Top Walk“ zwischen den Wipfeln der riesigen Bäume ein.

An der Küste können derweil Surfer an feinsandigen Badebuchten ihr Können unter Beweis stellen. Manchmal lassen sich auch Delfine blicken. Das nahegelegene Weinanbaugebiet Margaret River verführt zudem jeden Freund der edlen Tropfen.
Die südliche Region „Great Southern“ wartet mit schönen Küstenabschnitten im Süden und den erhabenen Gebirgszügen der Stirling Ranges im Norden auf. Albany war eine der ersten Siedlungen Westaustraliens und gilt als Zentrum der Region. Von Juli bist Oktober tummeln sich vor der Küste auch gern Wale.

Und um die Stadt Esperance herum bieten der Cape Le Grand und der Fitzgerald River Nationalpark bei strahlendem Sonnenschein, türkisblauem Meer und absoluter Einsamkeit die perfekte Gelegenheit, um ursprüngliche Natur kennen zulernen.
Wendet man sich Western Australia von Perth aus dann gen Norden zu, stößt man zunächst auf die Region um Geraldton in der Mitte des Staates. „Mid West“ stellt mit seinen Felsenriffen an der Küste für Schnorchler und Taucher ein kleines Paradies und einen Vorgeschmack auf das Ningaloo Reef weiter nördlich an dieser sogenannten „Outback Coast“ dar. Außerdem ist die Gegend ist auch bekannt für den ausgezeichneten Hummer. Um Kalbarri herum kann man dann entweder an den unberührten Stränden sonnen oder durch die 80km lange atemberaubende Schluchtenlandschaft des Kalbarri Nationalpark wandern.

Das Ningaloo Reef zwischen Carnarvon und Exmouth ist das größte Küstenriff Australiens, somit Highlight der 600km langen „Outback Coast“ und könnte es stellenweise schon mit der großen Schwester dem Great Barrier Reef auf der anderen Seite des Kontinents aufnehmen. Das Korallenriff ist mit seinem kristallklaren Wasser unglaublich farben- und fischreich. Jährlich von März bis Juni bekommt man sogar die einmalige Gelegenheit mit den seltenen fünfzehn Meter langen Walhaien zu Schwimmen, die dann an die Küste kommen.
Von Perth sind wir nun bereits 850 km entfernt. Hier befindet sich die Shark Bay, die wegen ihres natürlichen Reichtums zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Daran schuld sind sicherlich nicht zuletzt die berühmten, zahmen Delfine von Monkey Mia und Australiens größte Seekuh-Kolonie.

 
 

Wer von der bunten Flora und Fauna genug hat, darf sich auf das raue Outback mit spektakulären Schluchtenlandschaften in Westaustraliens zweitgrößtem Nationalpark, dem Karijini Nationalpark, freuen. Im Millstream-Chichester Nationalparks sorgen dafür in der sonst so trockenen und heißen Pilbara Region die natürlichen Süßwasserquellen für eine kleine Abwechslung. Pilbara wurde aber vor allem durch den Eisenerzabbau bekannt.

Die nördlichste Region ist Kimberley. Hier sind durch Naturgewalten fantastische Landschaften entstanden, wie beispielsweise der 22 Kilometer lange Cable Beach bei Broome. Weitere bizarre Kreationen gibt es im Purnululu Nationalpark: Die Bungle Bungle sehen fast aus wie riesige Bienenkörbe.

Fernab der Westküste wartet im Osten des Landes das Golden Outback, das besonders durch der Goldrausch in den 1890er Jahren geprägt wurde. Heute kann man noch alte Gebäude und Bergwerke besichtigen und fühlt sich gleich wie in einer anderen Welt.

Western Australia hat einfach alles: Große Städte, lange Strände, bunte Riffe und unberührtes Outback. Und bei der Fülle an gastfreundlichen Bewohnern kann man gar nicht anders, als es zu mögen.