South Australia
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South Australia

Der australische Bundestaat South Australia liegt, wie der Name schon sagt, im Süden des Landes und reicht von der Südküste bis zu den Musgrave Ranges im Norden.

South Australia ist im Sommer weitgehend niederschlagsfrei und das Klima ähnelt bei ca. 30°C am Tag dem am Mittelmeer. Auch die Winter sind mit durchschnittlichen 10°C sehr mild. Der trockene Landteil Südaustraliens an den Grenzen zum Northern Territory und zu Western Australia ist gänzlich in Besitz der Aborigines.

Die Hauptstadt Adelaide liegt an der Südostküste zwischen den Stränden am Gulf St. Vincent und den Mount Lofty Ranges. Die Stadt steht stark unter dem Einfluss der mitteleuropäischen Einwanderer, was einen sehr charmanten Flair und ein vielseitiges kulinarisches Angebot mit sich bringt. Oft wird sie auch als „Festival City“ beschrieben.

In Adelaide leben eine Million Menschen, was zwei Drittel der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die restlichen 500.000 Einwohner verteilen sich hauptsächlich auf andere große Städte wie die City of Playford, Whyalla und Mount Gambier. Verglichen mit der Gesamtgröße South Australias von stolzen 983.480 km2 ist die Einwohnerzahl damit recht gering.

 
 

Die Bevölkerung ist besonders stolz darauf, dass ihre Heimat der einzige Staat des Australischen Bundes ist, der nicht von Sträflingen, sondern freien Siedlern aufgebaut wurde.

1627 wurde die Küste zunächst von den Niederländern entdeckt, aber zur Gründung einer Kolonie führte erst die Expedition von Captain Charles Sturt mehr als 200 Jahre später, als der den Murray River von seiner Quelle in New South Wales bis zur Mündung hinabfuhr. 1836 wurde in Kingscote auf Kangaroo Island eine erste europäische Siedlung gegründet und South Australia zur britischen Kolonie.

Kangaroo Island vor der südöstlichen Küste ist die drittgrößte Insel Australiens und ein guter Anlaufpunkt, um die Tierwelt in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben. Ein Drittel der Inselfläche ist National- oder Naturschutzpark und ermöglicht so eine große Fläche unberührter und faszinierender Natur.

Der fruchtbare Südosten ist auch heute nach das Hauptsiedlungs- und Wirtschaftsgebiet. Hier wird vor allem Weizen, Gemüse und Obst angebaut. Die Region Riverland ist besonders für den Obstanbau berühmt. Wirtschaftlich wichtig ist aber auch die Schafhaltung zur Wollgewinnung und die Förderung der Eisenerz, Kohle- und Erdgasvorkommen.

 

Die Adelaide Hills sind auch als „Obstgürtel“ der Hauptstadt bekannt und neben hervorragenden Früchten und Gemüse kann man hier auch Wein direkt vom Erzeuger kosten. Über 50 Weinkeller mit Restaurants, Direktverkauf und Galerien stellen das Paradies für jeden Weinfreund dar.  Nicht verpassen sollte man da auch nicht das Barossa Valley entlang des Murray River in dem seit über 100 Jahren fantastische Weine angebaut werden. Der Murray ist nicht nur Teil des längsten Flusssystems Australiens sondern auch  Zufluchtsstätte unzähliger Vögel und gut auf Schiffsausflügen oder Hausboot-Touren zu erkunden. Die Ufer säumen Wildschutzgebiete und Zoos.

Südlich von Adelaide breitet sich zum Cape Jervis die Fleurieu Peninsula aus. Diese Halbinsel bietet mit dem Mc Laren Vale Weingebiet und über 60 Kellereien noch mehr Möglichkeit zur Weinprobe. Die Naturschutzparks und endlosen Strände laden zum Spazieren gehen ein und im Meer kann man Surfen und Baden und in der Zeit von Juni bis Oktober in der Nähe von Victor Harbor sogar Wale beobachten.
Wer von Wein und Natur noch nicht genug hat, sollte auch der Region der Limestone Coast einen Besuch abstatten. Auf dem Küstenabschnitt vom Coorong National Park zur viktorianischen Bundesgrenze liegen viele gemütliche Fischerdörfer und im Landesinnern natürlich das Coonawarra Weingebiet mit weiteren edlen Tropfen.

Eine weitere Halbinsel erstreckt sich weiter westlich ins Meer. Die Eyre Peninsula lockt mit unberührter Natur zwischen Küsten und Stränden und der schroffen Landschaft der Gawler Ranges mit ihrer reichen Tierwelt zu der unter anderem auch Robben, Delfine und Wale gehören.

Nördlicher erhebt sich die Bergkette der Flinders Ranges wo abenteuerlustige Touren im Geländewagen, Wanderungen und Rundflüge machen kann. Auch die Tierwelt hier ist faszinierend.

Coober Pedy wartet dann mit der Erfahrung des echten australischen Outbacks auf. Die selbsternannte „Opal-Hauptstadt der Welt“ ist tatsächlich die größte Quelle des Edelsteins und gilt als besondere Attraktion, weil hier die meisten Einwohner unterirdisch wohnen. Der Name der Stadt leitet sich vom Aboriginal-Begriff „kupa piti“ab, was soviel bedeutet wie „weißer Mann im Loch“. In echten Outback-Pubs, den „fair dinkum“, entsteht leicht Kontakt zu den Einheimischen.
Wer also Wein und unberührte Natur mag, wird South Australia lieben.