Queensland
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Queensland

Es ist fünfmal so groß wie Deutschland und hat 20 mal weniger Einwohner. Auf stolzen 1.730.650 km² Queensland verteilen sich nur  4.182.000 Queensländer. Da bleibt viel Platz für die zahlreichen Highlights, die der australische Staat im Nordosten des Landes zu bieten hat. Das Klima ist allgemein subtropisch, warm und sonnig mit milden Wintern. Die Temperaturen schwanken im Sommer zwischen 21 °C und 29 °C und im Winter zwischen 10 °C und 26 °C.

Schon im Süden an der Gold Coast laden lange Strände daher fast ganzjährig zum Sonnen und Surfen ein. Ein beliebter Ort, der ein bisschen an Miami erinnert, ist Surfers Paradise. Das Hinterland hingegen wird, wie zum Beispiel im Lamington Nationalpark, von dichtem Regenwald dominiert, was die Vielfalt des Staates widerspiegelt.

 
 

Das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Queenslands ist die Hauptstadt Brisbane. Es gibt eine parlamentarische Monarchie, was bedeutet, dass Staatsoberhaupt Elizabeth II durch die Gouverneurin Quentin Bryce vertreten wird. Um Brisbane herum konzentriert man sich besonders auf den Anbau von Bananen, was den Spitznamen „Banana Coast“ mit sich bringt. Weitere Elemente der Wirtschaft sind der Zuckerrohranbau, Kohleabbau, Rinder- und Schafzucht im Landesinneren und natürlich der Tourismus. Weitere größere Städte sind Townsville, Cairns, Toowoomba und Rockhampton.

Etwas nördlich von Brisbane bilden zwölf Vulkanhügel den „Glass House Mountains Nationalpark“ dessen Berge vor 25 Millionen Jahren entstanden sein sollen. Von ihnen hat man einen guten Blick bis an die Küste der Sunshine Coast, wo sich auch das mondäne Städtchen Noosa zahlreicher Touristen erfreut. Ein paar Kilometer weiter beginnt die Fraser Coast, der Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt, vorgelagert ist.

Von Hervey Bay, vor dem man saisonal auch Buckelwale beobachten kann, fahren Fähren auf die 1840 km² große Insel, die seit 1992 zum Weltnaturerbe gehört und nur mit Allradwagen befahrbar ist. Der lange Strand an der Ostküste gilt als offizieller Highway. 200 Süßwasserseen, 350 Vogelarten und viele seltene Tierarten wie Delfine, Meeresschildkröten oder das Dugong ziehen jährlich die Besucherscharen an. Besonders typisch für Fraser Island ist der Dingo, der hier in einem der letzten Rückzugsgebiete noch ursprünglich lebt.

 
 

In Bundaberg können sich Freunde des gleichnamigen Rums dessen Herstellung ansehen. Außerdem ist besonders die Zeit von November bis März interessant, in der Meeresschildkröten hier an die Küste kommen, um ihre Eier zu legen.

Folgt man der Ostküste weiter nördlich, kommt an einem Besuch der Whitsunday Islands unmöglich vorbei. 74 versunkene Berggipfel bieten den Rahmen für türkisblaues Wasser, viele einsame Inseln und paradiesisch weiße Sandstrände, von denen der Whitehaven Beach wohl am bekanntesten ist. Nur acht Inseln des Archipels sind bewohnt. Am Besten erkundet man die subtropischen Inseln mit dem Segelschiff von Mackay oder Airlie Beach aus.

Zurück an Land wartet Townsville mit der berühmt lockeren Queenslander Lebensart. Von hier kann man auch die kleine Tropeninsel Magnetic Island besuchen. Je nördlicher man kommt, desto tropischer wird das Klima.

Ein Inbegriff für die Schönheit der Natur, die Vielfältigkeit, und den Lebensstil Australiens ist das berühmte Great Barrier Reef. Mit 2900 Einzelriffen unterschiedlicher Geschichte auf 345.000 km2 ist es das größte Korallenriff der Erde und kann sogar mit bloßem Auge aus dem Weltall gesehen werden.

Im Outer Reef, der äußeren Seite des Riffs, fällt es bis in 2.000 Meter Tiefe zum Meeresboden hin steil ab. Ganze 359 Hart-Korallenarten formen das Riff, das damit die größte von Lebewesen geschaffene Struktur auf der Erde ist.

Sechs von insgesamt sieben weltweiten vorkommenden Arten von Meeresschildkröten leben hier. Wegen seiner unvergleichbaren Größe und Vielfalt wurde auch das Great Barrier Reef von der Unesco als Weltnaturerbe ausgezeichnet. Da ist es kein Wunder, dass jährlich über acht Millionen Touristen zum Riff strömen.

 
 

Auch das Urlaubswetter ist attraktiv: In der Region ist im Sommer mit Temperaturen von 24 bis 31 °C zu rechnen, im Winter mit 10 bis 16 °C.  Ausgangspunkt für allerlei Schnorchel- und Tauchtouren ist Cairns, das von Regenwäldern gesäumte Zentrum des tropischen Nordens. Am Cape Tribulation im Daintree Nationalpark treffen dann Riff und Regenwald aufeinander und lassen ein einzigartiges Paradies entstehen.

Die absolut unberührte Wildnis kann man am Cape York, unweit von Cooktown, dem nördlichsten Ort Queenslands erleben. 1606 betrat hier Niederländer Willem Jansz als erster Europäer den Staat. Wie auch Fraser Island und das Great Barrier Reef, gehört das Cape York zum Weltkulturerbe.

Ein weiteres Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Landschaften findet hinter Cairns im Landesinnerein in den Atherton Tablelands statt. Hier begegnet der Regenwald nicht dem Riff, sondern der tiefroten Savanne, die schließlich ins weite Outback übergeht, das den größten Teil des Staates fernab der Küste ausmacht.
Die Vielfalt von Flora und Fauna in Queensland ist einfach überwältigend und sicherlich eine Reise wert.